Der neue RBS-Bahnhof Bern

Der bestehende RBS-Bahnhof in Bern wurde in den 1950er-Jahren als erster Schweizer U-Bahnhof für täglich rund 16'000 Fahrgäste geplant. 1965 eröffnet, benützen diesen kleinen, viergleisigen Bahnhof heute bis zu 60'000 Passagiere pro Tag. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, braucht es einen neuen RBS-Bahnhof Bern: für mehr und längere Züge, für mehr Komfort und Sicherheit für die Fahrgäste. Nur so können die stark wachsenden Mobilitätsbedürfnisse der Zukunft gemeistert werden.

Im Rahmen des Projekts «Zukunft Bahnhof Bern» sind über zwanzig Um- und Ausbau-Varianten erarbeitet und von Experten intensiv geprüft worden. Ende 2012 hat sich für alle Projektpartner die beste Lösung herauskristallisiert: ein neuer RBS-Bahnhof unter dem SBB-Bahnhof.

So soll der neue RBS-Bahnhof aussehen

Der neue viergleisige RBS-Bahnhof wird unterhalb der Gleise 2 bis 7 des heutigen SBB Bahnhofs zu liegen kommen. Der Tiefbahnhof besteht aus zwei grossen unterirdischen Räumen mit je zwei Gleisen und einem 12 Meter breiten Mittelperron. Er wird als Kopfbahnhof genutzt.

 

Die Perron-Ebene mit den RBS-Gleisen liegt rund 17 Meter unter der SBB-Passage.

Die RBS-Verteil-Ebene gewährleistet den Zugang zum Fern- und S-Bahnverkehr und zur Stadt.

Der RBS-Bahnhof wird an die neue Unterführung Mitte der SBB und via Passage an die heutige Unterführung angeschlossen.

 

Das Gesamtkonzept Zukunft Bahnhof Bern ZBB

Der neue RBS-Bahnhof Bern ist ein Teil des Gesamtkonzepts ZBB. ZBB sieht vor, den Bahnhof Bern schrittweise auszubauen. Das hat nicht nur für die Finanzierung Vorteile, sondern erlaubt es auch, die jeweiligen Ausbauschritte auf die künftige Entwicklung des öffentlichen Verkehrs abzustimmen.

Erster Ausbauschritt: 2015–2025

Der erste markante Ausbauschritt im Bahnhof erfolgt dort, wo die Engpässe am grössten sind: beim RBS und bei den Publikumsanlagen der SBB. Für den RBS soll ein neuer Bahnhof unter den SBB-Gleisen 2 bis 7 erstellt werden.
Um die bestehenden Zugänge zu entlasten, sind eine neue Unterführung und ein zweiter Hauptzugang beim Bubenbergzentrum geplant. Im Rahmen des ersten Ausbauschrittes werden zudem Perron 5 und 6 verlängert und die Gleise der westlichen Zufahrt (Westkopf) angepasst.

Zweiter Ausbauschritt: Zeithorizont 2025–2035

Erst in einem zweiten Ausbauschritt wird auch eine Erweiterung des SBB-Bahnhofs notwendig. Vorgesehen ist eine seitliche Ergänzung mit vier zusätzlichen Gleisen, die auf bestehendem Niveau in den Hang unter der Grossen Schanze gebaut werden sollen. Dies erlaubt einen Angebotsausbau sowohl im Fern- wie auch im Regionalverkehr.

Langfristige Optionen: ab ca. 2050

Als langfristige Option ist ein weiterer Ausbau der Ostzufahrt von vier auf sechs Gleise denkbar.

Eine virtuelle Tour durch den neuen Bahnhof Bern