Die Worbla unterwegs - jetzt wieder im Doppelpack

Seit Sommer sind bereits neun Worbla-Züge regelmässig in Betrieb und damit können wir auch immer öfter in Doppeltraktion (also zwei Worblas zusammengehängt) fahren. Doch Ende Juli sind plötzlich Probleme mit dem Kuppeln aufgetaucht. Entweder liessen sich zwei Worblas nicht vollständig zusammenkuppeln oder sie liessen sich nicht mehr entkuppeln – was vermehrt zu Zugsausfällen geführt hatte. Der RBS reagierte rasch darauf und liess die Worblas nur noch in Einfachtraktion* fahren. Das bedeutete aber auch, dass an Wochentagen nur wenige Worblas auf der S7 unterwegs waren. Deswegen haben wir entschieden, die Fahrzeugeinsätze umzustellen: Waren zwei Worblas einmal erfolgreich gekuppelt, fuhren diese auch. Und so liessen wir die Worblas versuchsweise ganztägig in Doppeltraktion* fahren, was zwar einen erheblichen betrieblichen Mehraufwand bedeutete, den Fahrgästen jedoch deutlich mehr Fahrten mit den Worblas brachte.

In der Zwischenzeit waren der RBS und die Experten von Stadler mit Hochdruck daran, das Kupplungsproblem zu beheben. Und das scheint nun auch gelungen: Dank Software-Updates wird im Stillstand der Druck auf die Kupplung erhöht, womit das Zusammen- und Entkoppeln wieder funktioniert. In der ersten Woche im Fahrgastbetrieb sind keine Kupplungsprobleme mehr aufgetreten. Wir sind daher optimistisch, dass das Problem behoben ist. Die Worblas sind nun wieder normal in Doppel- und Einfachtraktion im Einsatz.

*Doppeltraktion vs. Einfachtraktion

Der RBS setzt seine Fahrzeuge «bedürfnisgerecht» ein: So fahren die Züge zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends in «Doppeltraktion»; wir hängen also zwei Züge zusammen und bieten damit doppelt so viel Platz für die Fahrgäste an. Nach den Spitzenzeiten entkuppeln wir die Züge und fahren nur noch mit einem Fahrzeug, in «Einfachtraktion». Mit halbleeren Zügen zu fahren, verbraucht unnötig Strom, und Schienen und Fahrzeuge werden mehr abgenutzt, als eigentlich nötig. Und damit generieren wir natürlich auch unnötige Kosten.

Auf den Buslinien wird der Fahrzeugeinsatz ähnlich geplant. So fahren auf den Strecken mit vielen Fahrgästen zu den Hauptverkehrszeiten die grösseren Gelenkbusse und zu Randzeiten, am Abend oder am Wochenende wo möglich die kleineren «Normbusse». Damit sparen wir auch Treibstoff.

Ziel des RBS ist es, genügend (Sitz-)Plätze für die Fahrgäste bereitzustellen, ohne Ressourcen zu verschwenden.