Prima Klima in der Worbla

Die Inbetriebnahme neuer Züge ist immer eine Herausforderung. RBS-Züge werden nicht «ab Stange» geliefert: Anders als Autos, die hunderttausendfach am Fliessband hergestellt werden, sind unsere Worblas «Unikate», von denen gerade mal 14 Stück produziert werden. Die Worbla ist genau auf die Bedürfnisse des Worblentals und unserer Fahrgäste zugeschnitten.

Das erklärt auch, dass «Kinderkrankheiten» bei neuen Zügen nicht ungewöhnlich sind. Bis alles richtig eingestellt ist und funktioniert, kann es einige Zeit dauern. Ein Thema, was bei der Inbetriebnahme (und im Worblental natürlich generell) für Diskussionsstoff und Verbesserungspotential sorgte, war die Temperatur in den Zügen.

Im Mandarinli sehnlichst vermisst: Die Klimaanlage

Bei den Mandarinli-Zügen war insbesondere die fehlende Klimaanlage ein grosses Thema. Die Mandarinli bringen unsere Fahrgäste saisonbedingt oft ins Schwitzen: Sei es im Winter aufgrund der schwer regulierbaren Heizung (siehe auch Blogbeitrag zum Ofenmandarinli) oder in der Sommerperiode, in welcher die Klimaanlage sehnlichst vermisst wird:

Vorfreude auf die neuen Worbla-Züge

Im Hinblick auf die Sommermonate war die Vorfreude auf die neu angeschafften Worblas natürlich gross. Die Fahrgäste freuten sich auf das neue Fahrzeug und insbesondere auf die Klimaanlage.

Doch die Innentemperatur sorgte auch in den neuen Worbla-Zügen für Diskussionsstoff. War es im Mandarinli noch zu heiss – kühlte anfangs die Klimaanlage in der Worbla zu stark. Anstatt schwitzen hiess es in der S7 plötzlich frieren. Beides ist unangenehm. Wie kam es dazu?

Wie funktioniert die Klimaanlage in der Worbla?

In den Worbla-Zügen gibt es empfindliche Temperaturfühler, welche im ganzen Fahrzeug verteilt sind und die Klimaanlage steuern. Damit können wir die Temperatur in jedem Wagen separat regeln. Ausserdem können wir die Klimaanlage nicht einfach nur ein- oder ausschalten (wie im Mandarinli), sondern über die Steuerung kann die erforderliche Kühlleistung auch stufenlos reguliert werden. Die Klimaanlage kann natürlich nicht nur für die Kühlung im Fahrzeug genutzt werden, sondern bei Bedarf auch heizen oder nur lüften.

Die neue Klimaanlage kann also ganz viel 😉. Das macht die richtige Einstellung aber leider auch etwas schwieriger: Und so hatten verschiedene Faktoren dazu geführt, dass die Sensoren im Innenraum während der ersten sehr heissen Sommertage die Temperatur nicht richtig erfassten. Die Klimaanlage reagierte mit einer zu grossen Kühlleistung, was zu den arktischen Temperaturen in den Worblas gesorgt hatte.

Die Klimaanlage auf der Worbla.

Die Klimaanlage ist auf der Worbla platziert.

Zu kalt – zu warm?

Mittels einer Softwareanpassung konnten wir die «falsche» Temperaturmessung korrigieren, wodurch die Kühlleistung entsprechend besser auf die Aussentemperatur abgestimmt wurde. Dadurch wurde der Unterschied zwischen der Aussen- und Innentemperatur in der Worbla reduziert – wodurch es prompt eher zu warm wurde in den Zügen. Auch das blieb nicht unbemerkt:

Rückmeldung Worbla-Klimaanlage Facebook.

Die Klimaanlage führt zu Kundenrückmeldungen auch über die sozialen Kanäle.

Unser Ziel: ein angenehmes Klima für alle Fahrgäste

Mit den Experten von Stadler haben in der Folge weitere Tests stattgefunden. Die Ergebnisse wurden ausgewertet und flossen (und fliessen auch weiterhin) in weitere Verbesserungsmassnahmen ein. Das Resultat ist bereits bemerkbar, die Temperaturen in der Worbla sind auch in heissen Tagen angenehm.

Unser Ziel ist es, dass unsere Fahrgäste bei jedem Wetter bei einer angenehmen Raumtemperatur reisen können. Hierfür versuchen wir das Optimum herauszuholen. Die perfekte Temperatur, die für alle gleichermassen stimmt, die gibt es wohl aber nicht. Und auch die Aussentemperaturen können wir mit unseren Anpassungen und unserer Klimaanlage nicht beeinflussen 😉.

Fahrgäste unterwegs in der Worbla.

Unsere Fahrgäste unterwegs in der Worbla.

PS: Neben den «Kinderkrankheiten» ist letzte Woche noch ein grösseres Problem aufgetaucht. Wegen Kupplungsproblemen können wir die Worblas nicht richtig zusammenhängen. Über den aktuellen «Kupplungs-Stand» berichten wir hier.

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