
Zukunft Bahnhof Bern
Mit dem neuen RBS-Bahnhof Bern entsteht ein leistungsfähiger Verkehrsknoten für die Mobilitätsbedürfnisse von heute und morgen.
Der Bahnhof Bern wird moderner und komfortabler
Der Bahnhof Bern ist eine zentrale Verkehrsdrehscheibe – oft stark ausgelastet. Das Projekt Zukunft Bahnhof Bern (ZBB) sorgt dafür, dass Reisen hier künftig einfacher, schneller und angenehmer werden. ZBB ist ein Gemeinschaftsprojekt des RBS, der SBB und der Stadt Bern.
Der neue RBS-Bahnhof Bern im Überblick
Der neue RBS-Bahnhof entsteht direkt unter den SBB-Gleisen mit zwei Hallen, je zwei Gleisen und 12 m breiten Mittelperrons. Fahrgäste profitieren von mehr Platz, kurzen Wegen und angenehmer Atmosphäre – Reisen werden einfacher, schneller und sicherer.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Zwei Hallen mit je zwei Gleisen und 12 m breiten Mittelperrons
- Für mehr und längere Züge
- Barrierefreie Verbindungen in alle Richtungen
- Kurze Wege zu der SBB, der Stadt und weiteren Linien
Warum wird ein neuer Bahnhof gebaut?
Der heutige RBS-Bahnhof wurde in den 1950er-Jahren für 16'000 Fahrgäste geplant – heute nutzen ihn bis zu 60'000 täglich. Zu schmale Perrons und lange Wege machen den Betrieb unsicher und unkomfortabel, ein Ausbau am heutigen Standort ist nicht möglich.
Aufgrund der prognostizierten steigenden Fahrgastzahlen plant der RBS daher in den kommenden Jahren, das Angebot auf der Strecke Solothurn–Bern deutlich auszubauen und so noch mehr Reisenden komfortable Verbindungen zu ermöglichen.
Was macht den neuen RBS-Bahnhof besser?
Der neue RBS-Bahnhof Bern ist zukunftssicher und bereit für steigende Fahrgastzahlen:
- Mehr Kapazität: Der Bahnhof ermöglicht den Einsatz von 180 Meter-Zügen und damit den Ausbau der Kapazität, z. B. auf der Strecke Solothurn–Bern.
- Breitere Perrons: 12 Meter breite Mittelperrons bieten mehr Platz und Sicherheit.
- Einfache Zugänge: Zusätzliche Eingänge, kurze Wege und barrierefreie Anlagen erleichtern Ein- und Ausstieg.
- Angenehme Atmosphäre: Helle Hallen schaffen ein freundliches Reiseerlebnis.
- Schnellere Umstiege: Direkte Verbindungen zu der SBB, der Stadt und weiteren Linien
- Zukunftssicher: Ein möglicher Ausbau nach Westen ist bereits architektonisch vorgesehen.
Wie sieht der moderne RBS-Bahnhof Bern aus?
Der neue RBS-Bahnhof wird direkt unter den Gleisen 2 bis 7 des heutigen SBB-Bahnhofs gebaut. Er hat vier Gleise, die in zwei grossen unterirdischen Hallen liegen. Dazwischen gibt es jeweils ein 12 Meter breites Mittelperron. Die Perronebene ist rund 17 Meter unter der SBB-Passage. Der Bahnhof ist ein Kopfbahnhof.

Zwischenebene
Rolltreppen und Lifte führen von den Perrons zur Zwischenebene. Von dort können die Fahrgäste direkt zu den Gleisen des Fern- und S-Bahnverkehrs gelangen oder in die Stadt.

Zufahrt
Die Züge fahren durch einen neuen, knapp einen Kilometer langen Tunnel in den RBS-Bahnhof ein. Dieser zweigleisige Tunnel zweigt beim Hirschenpark vom bestehenden RBS-Schanzentunnel ab. Beim Eilgut teilt er sich in vier einzelne Tunnelröhren.
Warum ist der neue Standort ideal?
Fachleute prüften über 20 Varianten. Der Standort direkt unter dem SBB-Bahnhof bietet die kürzesten Wege, beste Umsteigemöglichkeiten und direkte Anbindung an die Stadt.
Wie steigert der neue Bahnhof die Kapazität?
Der neue Bahnhof bietet eine um 50 % höhere Kapazität als der heutige – trotz gleicher Anzahl an Perrons und Gleisen.
Längere 180 m-Züge ermöglichen mehr Fahrgäste, z. B. auf der Strecke Solothurn–Bern
Mittelperrons je 12 m breit reduzieren Gedränge
Neue Weichenanlage sorgt für flexibleren, störungsärmeren Betrieb
Die (theoretisch) maximale Anzahl der Züge pro Stunde steigt von 48 auf 56.
Eine spätere Erweiterung mit einer Wendeanlage könnte die Kapazität um weitere 30 % steigern.
Warum setzt das Projekt auf einen Kopfbahnhof?
Mit dem neuen Kopfbahnhof kann der RBS seine Kapazität deutlich erhöhen. Der neue RBS-Bahnhof ist so geplant, dass eine Erweiterung nach Westen bei Bedarf möglich ist.
Zeitplan und Baufortschritt
Der Bau läuft seit 2017 – im Untergrund, weitgehend ohne den Bahnbetrieb zu stören. Die Inbetriebnahme ist für 2029 geplant.
Wichtige Meilensteine:
- 2017: Spatenstich, Beginn Vorbereitungsarbeiten und Einrichtung der Installationsplätze
- 2018: Logistikplattform an der Laupenstrasse erstellt als Installationsplatz für den Bau
- 2020: Baugrube Hirschenpark fertig, Schanzentunnel freigelegt; Zugangsstollen für RBS-Kavernen mit Gefrierverfahren erstellt
- 2021: Durchschlag von Hirschenpark zum Eilgut
- 2023: Hauptdurchschlag zwischen Zufahrtstunnel und RBS-Bahnhofshallen; Teil des Tunnelgewölbes des Schanzentunnels abgebrochen
- 2024: RBS-Kavernen fertig ausgebrochen und mit allen Einspurtunneln verbunden
- 2029: Eröffnung des neuen RBS-Bahnhof Bern
Warum braucht ein Projekt dieser Grösse seine Zeit?
Ein Grossprojekt wie der neue RBS-Bahnhof Bern dauert lange, weil es äusserst anspruchsvoll ist. Der Bau erfordert sorgfältige Planung, enge Koordination mit vielen Partnern und einen rücksichtsvollen Baustellenbetrieb mitten in der Stadt – und das bei laufendem Bahnbetrieb.
Wie wird der heutige RBS-Bahnhof in Zukunft genutzt?
Der heutige RBS-Bahnhof wird nicht weiter für den Bahnverkehr genutzt. Nach der Eröffnung des neuen Bahnhofs übernimmt ihn die SBB. Sie richtet dort eine Ver- und Entsorgungslogistik des gesamten Bahnhofs Bern ein.
Kosten und Finanzierung
Der neue RBS-Bahnhof ist ein Jahrhundertprojekt mit Gesamtkosten von rund 730 Millionen Franken. Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch den Bund über den Bahninfrastrukturfonds (BIF) sowie durch die beteiligten Kantone.
Als komplexes Bauvorhaben erfordert das Projekt koordinierte Anstrengungen auf allen Ebenen, um die Finanzierung sicherzustellen und den Ausbau des Bahnhofs zukunftsfähig zu gestalten.
Was bedeutet die Bauzeit für den Alltag vor Ort?
Während der Bauarbeiten kann es zeitweise zu Einschränkungen kommen. Wir informieren Sie rechtzeitig über mögliche Auswirkungen. Unser Ziel ist es, Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu reduzieren.
Bleibt der Bahnbetrieb während des Baus normal in Betrieb?
Sowohl der Regional- wie auch der Fernverkehr werden während der ganzen Bauzeit vollumfänglich aufrechterhalten. Eine Einstellung des Bahnverkehrs ist nicht nötig und wäre auch nicht möglich.
Wie wirkt sich der Bau auf Fahrgäste und Anwohnende aus?
Der neue RBS-Bahnhof wird im Tunnelbauverfahren gebaut, die Auswirkungen für die Fahrgäste werden deshalb gering sein.
Manche Bauarbeiten können nur in der Nacht ausgeführt werden. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner werden, wenn immer möglich, vorgängig informiert. Lärmintensive oder besonders laute Arbeiten werden nach Möglichkeit angekündigt und tagsüber durchgeführt.
Was kann es vor Ort zu beachten geben?
Punktuelle Änderungen in der Wegeführung oder beim Zugang können vorkommen. Vereinzelte Einschränkungen im Publikumsbereich sind möglich, bleiben aber auf ein Minimum beschränkt.
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© Zukunft Bahnhof Bern
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RBS-Bauzeitschrift UNTERBERN
Die Bauzeitschrift UNTERBERN begleitet den Bau des neuen RBS-Bahnhofs. Sie bietet spannende Berichte, eindrucksvolle Bilder und aktuelle Informationen zum Baufortschritt. So bekommen Sie einen direkten Einblick hinter die Baustellenabsperrung.
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