Geplantes RBS-Depot Bätterkinden: Zwischenstand aus der Projektbegleitgruppe

Von Februar 2018 bis Ende Juni 2018 hat die Projektbegleitgruppe zum Depot Bätterkinden fünf Mal getagt und wichtige Fragen miteinander diskutiert. Die Diskussionen waren intensiv und die Meinungen nicht immer dieselben – was bei den unterschiedlichen Interessen auch verständlich ist.

Der Moderator der Projektbegleitgruppe, Alt-Regierungsstatthalter Markus Grossenbacher, zieht folgendes Fazit:

«An fünf Workshops wurde die Ausgestaltung des Depots, die Gleisanbindung, die Anordnung des Wendegleises und der neue Bahnhof ausgiebig diskutiert. Verschiedene alternative Varianten wurden in der Projektbegleitgruppe zur Diskussion gestellt, deren Finanzierung durch Bund und Kanton aber nicht gegeben ist. Mit der Ursprungsvariante Leimgrube liegt eine gesamthaft betrachtet realisierbare Lösung vor. Die Arbeit der PBG konzentrierte sich daher auf den Standort Leimgrube. Verschiedene Anbindungs-Varianten wurden geprüft, mit Gleisanbindung vom Bahnhof her und über die Kyburgstrasse (mit Bahnübergang Strasse).

Viele positive Anregungen aus der PBG konnten vom RBS aufgenommen werden, so u.a.:

  • Prüfung einer Teilabsenkung des Trassees für die Anbindung des Depots an die RBS-Gleise;
  • Geeignete Lärmschutzmassnahmen zum Schutz der Wohnliegenschaften (Damm oder Lärmschutz-wände);
  • Verträgliche, gesteuerte Beleuchtung des Areals nachts;
  • Anordnung des Bahndienstes im hinteren Teil des Areals;
  • Bahndepotgebäude nahe Kartoffelzentrale;
  • Künftige Gestaltung des Bahnhofs;
  • usw.

Der RBS hat an den Workshops transparent informiert, insbesondere über die Standortgebundenheit der künftigen Anlagen, das Nutzungs- und Betriebskonzept, Vor- und Nachteile der verschiedenen Anbindungs-varianten, die Anordnung des Wendegleises usw. Auch konnten sich die Mitglieder der PBG an zwei Nachmittagen im RBS-Bahnhof Solothurn, bei Testfahrten, selber einen Eindruck verschaffen über die zu erwartenden Lärm-Emissionen (Kurvenkreischen).

Die Anregungen finden Eingang in den öffentlichen Architekturwettbewerb und in die weitere Projektierung im Anschluss an die Arbeit der PBG.

In den Workshops fand eine intensive Auseinandersetzung mit den Anforderungen an das künftige Bahndepot statt. Als Moderator der PBG kann ich feststellen, dass der RBS auf die Fragen aus der PBG eingegangen ist. Auch wenn die Meinungen und Auffassungen in der PBG unterschiedlich sind, wird innerhalb der PBG nach wie vor offen diskutiert und ein guter Dialog geführt.

Markus Grossenbacher, Mandatsleiter, Moderator Projetbegleitgruppe Bätterkinden»
 

Wie geht es nun weiter?

Mit den ersten Resultaten aus der Projektbegleitgruppe wird der RBS in den nächsten Wochen beim Kanton Bern die definitive Festsetzung des Standorts «Leimgrube» im kantonalen Richtplan beantragen und im Herbst 2018 auch das Plangenehmigungsgesuch für das Wendegleis beim Bundesamt für Verkehr einreichen. Praktisch zeitgleich startet der Architekturwettbewerb für das Depot, die Inputs aus der Projektbegleitgruppe fliessen direkt in das Wettbewerbsprogramm ein. Im Beurteilungsgremium werden auch Gemeindepräsident Beat Linder und eine Vertreterin und ein Vertreter aus der Projektbegleitgruppe Einsitz nehmen.

Daneben wird der RBS das Depot-Projekt nun vom Groben ins Detail weiterentwickeln. Fragen wie etwa wie das Depot konkret aussehen soll, wie allenfalls Verkehrswege neu geführt werden sollen oder nach der definitiven Lage des Entenbaches etc. können in der jetzigen Projektphase noch nicht abschliessend geklärt werden. Diese Fragen wird der RBS in den nächsten Monaten und Jahren – mit Fortschreiten des Bauprojektes – nach und nach beantworten.

Die Projektbegleitgruppe hat sich erfreulicherweise bereit erklärt, das Projekt in Workshops weiterzubegleiten. Damit kann der Dialog zwischen RBS und den Direktbetroffenen weitergeführt werden, und die Anliegen der Bevölkerung und der Gemeinde fliessen weiterhin direkt ins Projekt ein.

 

Der RBS, die Gemeinde Bätterkinden und die IG Bätterkinden haben zum bisherigen Prozess der Projektgruppe Stellung genommen: