Peter Füglistaler ist neuer Präsident des RBS

 – Medienmitteilung

Nach über drei Jahrzehnten im Verwaltungsrat des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) hat Kurt Fluri an der Generalversammlung vom 25. Juni 2026 sein Amt abgegeben. Neuer Verwaltungsratspräsident ist Peter Füglistaler. Der RBS brachte 2025 fünf Prozent mehr Fahrgäste zuverlässig ans Ziel. Damit das auch bei wachsender Nachfrage so bleibt, investiert er im Auftrag der öffentlichen Hand gezielt in sein Angebot.

Mit Peter Füglistaler übernimmt eine ausgewiesene Führungspersönlichkeit im öffentlichen Verkehr das Präsidium des Verwaltungsrats. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Branche, unter anderem bei der SBB und während 14 Jahre als Direktor des Bundesamts für Verkehr. Seit einem Jahr ist er Mitglied des RBS-Verwaltungsrats. Der RBS setzt damit auf Kontinuität in der Führung und auf ausgewiesene Erfahrung im öffentlichen Verkehr. 

Für den neuen Verwaltungsratspräsidenten stehen ein stabiler Betrieb und die Weiterentwicklung des Angebots im Vordergrund. Der RBS soll auch künftig zuverlässig funktionieren und die notwendigen Kapazitäten für die wachsenden Anforderungen im Raum Bern–Solothurn bereitstellen. 

Kurt Fluri prägte den RBS während seiner Amtszeit, davon 14 Jahre als Präsident, wesentlich mit und begleitete zahlreiche strategische Weichenstellungen und Infrastrukturprojekte, unter anderem den neuen RBS-Bahnhof Bern. «Ich steige nicht einfach aus dem RBS aus. Ich werde ihn weiterhin regelmässig als Fahrgast nutzen. Es war eine sehr lange, prägende Zeit und ich fühle mich dem RBS stark verbunden.» Der RBS dankt Kurt Fluri für sein langjähriges Engagement und seinen Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens sowie des öffentlichen Verkehrs in der Region. 

Stabiles Geschäftsjahr 2025 und gezielter Ausbau  

Insgesamt blickt der RBS auf ein solides Geschäftsjahr 2025 zurück. 98 Prozent der Züge und 88 Prozent der Busse erreichten ihr Ziel pünktlich. Die Zahl der transportierten Fahrgäste stieg gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf insgesamt 26 Millionen. Auch finanziell verlief das Geschäftsjahr stabil. Bei einem Gesamtertrag von 152,6 Millionen Franken und einem Gesamtaufwand von 150,9 Millionen Franken resultierte ein Überschuss von rund 1,7 Millionen Franken. Dazu beigetragen haben insbesondere steigende Verkehrserträge sowie tiefere Energiekosten im Infrastrukturbereich. 

In den kommenden Jahren stehen weiterhin umfangreiche Investitionen an. Sie ermöglichen den Ausbau der Kapazitäten sowie die Elektrifizierung des Busbetriebs mit seinen 18 Linien. Der neue Verwaltungsratspräsident sieht den RBS vor wichtigen Jahren: «Der RBS steht vor der Aufgabe, den Betrieb stabil zu halten und gleichzeitig das Angebot für die Zukunft auszubauen. Das ist ein Spagat zwischen Verlässlichkeit im Alltag und Weiterentwicklung der Infrastruktur.»

Mit dem neuen RBS-Bahnhof Bern sowie dem Ausbau der RegioExpress-Strecke und des RBS-Bahnhofs Solothurn wird die Kapazität für den Städteverkehr Solothurn–Bern deutlich erweitert. Ab 2028 werden dafür neue Fahrzeuge geliefert, welche nach einer Inbetriebsetzungs- und Erprobungsphase ab 2029 schrittweise die NExT-Flotte auf der Linie RE5 ablösen. Die neuen Züge können künftig in Dreifachtraktion verkehren und damit rund 50 Prozent mehr Beförderungskapazität bieten. Parallel dazu werden die NExT-Triebzüge für die zweite Lebenshälfte fit gemacht und für den Einsatz auf der S8 umgebaut. Mit dem geplanten Doppelspurausbau zwischen Bolligen und Deisswil, dessen Abschluss bis Ende 2029 vorgesehen ist, soll der 7,5-Minutentakt bis Deisswil verlängert werden. Weitere Investitionen betreffen unter anderem ein neues Bahndepot in Bätterkinden sowie ein Infrastrukturzentrum in der Papiermühle. 

Für die Umstellung auf Elektrobusse werden die Busgaragen erweitert und Ladeinfrastrukturen eingebaut. Bis Ende 2032 soll das Busnetz Worblaufen und bis 2040 der Raum Lyss-Messen auf Elektrofahrzeuge umgestellt sein. 

Digitale Berichterstattung neu ausgerichtet 

Mit dem Geschäftsjahr 2025 werden die Geschäfts-, Nachhaltigkeits- und Finanzberichte erstmals vollständig digital zur Verfügung gestellt. Neben den klassischen PDF-Versionen steht neu eine animierte Aufbereitung zur Verfügung, die Einblicke in Strategie, Geschäftsentwicklung und Perspektiven des Unternehmens ermöglicht. Weitere Informationen zum Geschäftsjahr unter: rbs.ch/geschaeftsbericht  

Dokumente

MM-RBS-Generalversammlung.pdf (309.6 KB) Datei herunterladen