Auf das nächste Jahr!

Mit Überzeugung

Der RBS baut an seiner Zukunft, und damit an der Weiterentwicklung des Angebotes in seinem Marktgebiet. Es ist ein Privileg, dafür öffentliche Gelder einsetzen zu dürfen. Wir hoffen, dass die Fahrgäste, Bürger und Bürgerinnen der bedienten Gemeinden dereinst ebenso wie wir überzeugt sein werden, dass damit ein wichtiger Beitrag an eine attraktive Hauptstadtregion geleistet werden kann. Immerhin transportiert alleine das meterspurige Bahnsystem des RBS auf den vier betriebenen Linien zur Spitzenstunde etwa gleich viele Fahrgäste, wie auf der sechsspurigen A1 Fahrzeuge unterwegs sind.

NExT-Zug Bahntrasse Breite 8 Meter
Autobahn A1 Grauholz Strassenbreite 32 Meter

Gezielt das Angebot der Zukunft entwickeln

Konkret arbeitet der RBS daran, den Endpunkt der S8 künftig nach Bätterkinden zu verlegen. Das soll helfen, ab Anfang 2020er-Jahre die zu Pendlerzeiten überfüllte Städteverbindung Solothurn-Bern zu entlasten und zu beschleunigen. Mitte der 2020er-Jahre sollen die Züge zwischen Solothurn und Bern dreiteilig, also 180 Meter lang, verkehren. Das Platzangebot kann damit um 50 Prozent ausgebaut werden. In Solothurn, Biberist, Lohn-Lüterkofen, Bätterkinden, Fraubrunnen und Jegenstorf werden die Bahnperrons dafür verlängert, ja teilweise die Bahnhöfe ganz neu gebaut. An den meisten dieser Orte ist absehbar, dass im gleichen Zeitraum auch das Siedlungsgebiet rund um die Bahnhöfe aufgewertet und verdichtet bebaut werden soll. Die bahnhofnahe Lage wird mithelfen, die Pendler auf den öffentlichen Verkehr zu bringen und damit das gegenüber heute grössere Angebot auch auszulasten. Der Ausbau des Bahnhofs Bern dient unter anderem auch der Möglichkeit, längere Züge führen zu können.

Unabhängig davon wird aktuell der einspurige Abschnitt zwischen Zollikofen und Moosseedorf auf Doppelspur ausgebaut, was die Kapazität des Netzes spürbar erhöhen wird. Und in Boll-Sinneringen zwischen Stettlen und Worb, kann nach über hundert Jahren ein gefährlicher Streckenabschnitt neu und sicher gebaut werden, inklusive Bahnhofverschiebung. Gleichzeitig läuft bereits die Vernehmlassung für die vom Bundesrat im Horizont 2030/35 vorgeschlagenen Massnahmen zum Abbau von Überlast im Schweizer Schienennetz.

Stützmauer Doppelspurausbau Moosseedorf-Zollikofen

Übersicht wahren

Das Netz des RBS wird in 15 Jahren einige Aufwertungen erfahren dürfen, ebenso wie das bereits heute dichte Fahrplanangebot. Mit zahllosen Digitalisierungsprojekten ist die Verkehrsbranche zudem daran sich in ihren Grundsätzen neu auszurichten: Ticketinglösungen, automatischer Fahrbetrieb beim Bus und wohl bald auch bei Zügen, elektronische Reiseplaner, Carsharing-Angebote und Fernbusse sind einige davon. Unsere Schwierigkeit besteht aktuell nicht in der Frage, was man zur Weiterentwicklung der Unternehmung tun könnte, sondern zu entscheiden, welche Themen wir weiterverfolgen und uns damit nicht zu überfordern.

Veränderungen in naher Zukunft

Man muss aber gar nicht so weit in die Zukunft blicken, um sich auf Veränderungen zu freuen. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 wird der erste von 14 neuen Zügen ausgeliefert (erste Passagierfahrt Ende 2018), und die ersten Fahranzeigen an den Bahnhöfen werden bereits in den kommenden Wochen in Betrieb gehen. Wir sind glücklich und dankbar, dass alle Vorlagen, welche diese Entwicklungen ermöglichen, von einer grossen Mehrheit der Bevölkerung in den jeweiligen Abstimmungen gestützt wurden. Das ist für uns ein Zeichen dafür, dass der öffentliche Verkehr ein hohe Akzeptanz geniesst und gerne genutzt wird.
Das ist zu grossen Teilen der Verdienst von zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim RBS und bei den Partnerbetrieben. Ob bei Hitze oder Schnee, sie sind täglich mit viel Herzblut im Einsatz. Herzlichen Dank dafür. Ebenso ein Dankeschön für die Treue an unsere Fahrgäste, welche die Daseinsberechtigung unserer Tätigkeit darstellen.

Ich wünsche allen fröhliche Festtage!

Bauarbeiter in der Nacht am Gleis schleifen
1 Kommentar

Kommentare

21. Dezember 2017
Christophe Röthlisberger

Ich bin immer wieder positiv überrascht, wie der RBS offen kommuniziert, Anliegen ernst nimmt und immer wieder neue, innovative Lösungen sucht und findet. Z.B. «Die neue S7» mit einem extra auf die Bedürfnisse ausgerichtetem 4 Teiligen Wagenkastenkonzept, die damit verbundenen Vorteile (Mehr Türen und somit schnelleren Fahrgastwechsel) ins Leben ruft und trotzdem, dank 60 -Meter Gesamtlänge pro Einheit kompatibel mit der vorhandenen Infrastruktur bleibt.

Ich persönlich bin gespannt, wie es auf dem RE weitergeht. Um mit 180 – Meter Züge fahren zu können braucht es auch dort neues Rollmaterial. Wird es noch eine dritte Serie NExT geben?
(Die Re 4/4 II wurde auch während 21 Jahren gebaut :-) )
Ich wünsche allen Mitarbeiter vom RBS schöne Weihnachten.

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