Biodiversität am Gleis entlang

Seit den Doppelspurausbauarbeiten in Bätterkinden wachsen beim Parkplatz Tellstrasse die unterschiedlichsten Blumen. Das ist kein Zufall – denn hier leistet der RBS einen kleinen Beitrag zur Biodiversität.

Der Doppelspurausbau zwischen Jegenstorf und Solothurn führte in Bätterkinden zu Anpassungen an der Infrastruktur rund um den Bahnhof. So wurde beispielsweise der Parkplatz Tellstrasse neugestaltet, wobei eine Grünfläche entstanden ist. Anstelle von einfachem Gras (welches zweimal jährlich gemäht werden müsste) bewirtschaftet Debora Wälchli von «BeeOdivers» aus Bätterkinden dort eine kleine Wildblumenwiese.

Eine Win-Win-Situation

Neben der Vereinfachung der Unterhaltsarbeiten bietet die Blumenwiese zahlreiche Vorteile. Denn normales Gras bietet zwar eine Grünfläche, trägt jedoch kaum zur Vielfalt der Biodiversität bei. Wir wissen aber: das Insektensterben ist Tatsache. Bienen, Schmetterlinge, Hummeln und alle anderen nützlichen Insekten haben kein Nahrungsangebot mehr, wenn es nur brache Grünflächen gäbe. Damit diese Arten erhalten bleiben, braucht es mehr Blumenwiesen. Diese liefern den Insekten den nötigen Pollen für die Brut und den wertvollen Nektar für die eigene Nahrung.

Ebenso wichtig sind die Nistmöglichkeiten für die Waldbienen. Zum Ansiedeln und Bewahren des Lebensraums von Insekten können folgende Bauten entscheidend sein: Insektenhotels, eine unbepflanzte Ecke wie beispielsweise ein «Sandarium» für die Bodennister unter den Wildbienen, eine Trockenmauer für Eidechsen oder auch ein einfacher Holzhaufen.

Das Nektar- und Pollenangebot wird von den heimischen Insekten bereits rege genutzt. Bild/Copyright by: Debora Wälchli

Projekt «BeeOdivers»

Eine artenreiche Blumenwiese fördert den Erhalt verschiedener Spezies und bewahrt auch das Gleichgewicht zwischen den nützlichen Insekten und den weniger wohlgesinnten «Schädlingen». Die Idee dieser Blumenwiese ist, die bestäubenden Insekten zu unterstützen und ihnen ein Pollen- und Nahrungsangebot zu liefern und somit zu deren Erhalt beizutragen. Es werden somit ausschliesslich Blumen angepflanzt, welche wertvoll für die Insekten sind.

Debora Wälchli wohnt in Bätterkinden und betreibt das Projekt «BeeOdivers» zusammen mit dem RBS. Die Natur liegt ihr sehr am Herzen, sie möchte die Insekten vor dem Aussterben bewahren und ihnen ein Stück der Natur zurückgeben. Mit ihrer freiwilligen Arbeit möchte sie die Bevölkerung dazu animieren, die für die Biodiversität unverzichtbaren Insekten zu unterstützen. Von vielen Passantinnen und Passanten habe sie bereits positive Feedbacks erhalten. Das Projekt zusammen mit dem RBS sei ihr erstes ausserhalb des eigenen Gartens. Sie freue sich sehr über diese Möglichkeit, womit ihr ein Herzenswunsch in Erfüllung gehe.

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