Die neue S7 – Ergebnisse Teil I

Im letzten Herbst haben wir Ideen gesucht für 16 neue Züge, die unsere Mandarinli ersetzen werden. Aus der ganzen Schweiz und halb Europa kamen so fast 700 Ideen zusammen. Wir haben diese intern nach den genannten Kriterien (massentauglich, umsetzbar, nachhaltig) ausgewertet und dann daraus rund 25 konkrete Ansätze entwickelt. Aus einem Teil dieser Ansätze entstand dann im Februar unsere Umfrage, an der sich über 1'200 Fahrgäste der S7 beteiligt haben. Die Ideen und die Ergebnisse aus der Umfrage sind nun in das sogenannte Lastenheft eingeflossen, an dem das Projektteam während der letzten sechs Monate gearbeitet hat.   

Von der Stange?

Im Lastenheft wird festgehalten, was der neue Zug können muss. Es bildet die Grundlage für die Ausschreibung resp. die Beschaffung. Anders als unsere Kollegen von SBB oder BLS können wir bei unseren Zügen nicht ein angepasstes Standardfahrzeug à la Flirt oder KISS beschaffen – zu speziell sind die Anforderungen, die sich aus unserer Infrastruktur und unserem Betrieb ergeben. So müssen die Züge nicht nur meterspurig, sondern auch 60 m lang sein, um die Perronlängen maximal ausnutzen zu können. Wegen der hohen Nachfrage und dem häufigen Anhalten brauchen wir auch viele, gut verteilte Türen, die alle einen Niederflur-Einstieg gewährleisten müssen. Die neuen Züge für die S7 werden also ziemlich massgeschneidert daher kommen müssen. Dieser vordergründige Nachteil hat aber auch viel Gutes: So können wir sehr viel selber gestalten und können auch passende Ideen unserer Fahrgäste einfliessen lassen! Welche Ideen unserer Fahrgäste kommen nun also in das Pflichtenheft? Das erläutert Projektleiter Michael Ryf hier. Ein kleiner Vorgeschmack war bereits in der NZZ am Sonntag zu lesen:   

Komplexer Prozess mit vielen Partnern

Dass wir erst am Anfang stehen, macht die Kommunikation über dieses Projekt zur Herausforderung. Wir wollen keine falschen Versprechungen machen, stehen wir doch in einem komplexen und von aussen betrachtet langwierigen Prozess mit mehreren Partnern und vielen technischen und gesetzlichen Vorgaben. Und schliesslich gelten die in der ersten Umfrage genannten Kriterien für das gesamte Projekt: Denn wir wollen wir nicht nur einen tollen Zug, sondern auch einen, der in den kommenden Jahrzehnten dem Worblental gute Dienste leistet:  

Massentauglich

Klar ist: Die neue S7 muss massentauglich sein. Sie ist eine der meistfrequentierten Linien im Kanton Bern und muss auch den Vergleich mit einer Zürcher S-Bahnlinie nicht scheuen. Unsere Leitlinie ist es also hier, möglichst viele Fahrgäste, mit dem nötigen Komfort von A nach B zu bringen und dabei auf die unterschiedlichen Bedürfnisse so allgemein wie möglich einzugehen. Die Züge sollen so einfach wie eine Metro zu benutzen sein: Jeder Fahrgast muss möglichst an allen Türen einsteigen können, und soll einen weitgehend seinen Bedürfnissen entsprechenden Platz vorfinden. Es wird demnach auch keine konsequente Flugzeugbestuhlung geben, aber auch nicht nur Multifunktionsabteile mit Klappsitzen. Wenn möglich sollen Viererabteile in einer guten Mischung mit Multifunktionsbereichen eingesetzt werden. Die Erfahrungen aus dem NExT haben gezeigt, dass Viererabteil mit einem grösseren Abstandes zwischen den gegenüberliegenden Sitzen die effektive Auslastung enorm erhöht. Auf Deutsch: Stösst man sich nicht die Knie, werden auch alle vier Plätze genutzt. 
 
Weiterlesen im zweiten Teil: Das kommt ins Lastenheft
 
Bahnhof Bern, Fahrgäste, S7
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